Vermittlung von Werten

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„Werte kommen nicht in den Kopf eines Menschen durch das Auswendiglernen der 10 Gebote oder des Grundgesetzes, vielmehr durch die Teilnahme am Leben anderer. Wir lernen durch das Beispiel anderer, indem sie Werte leben.“(Manfred Spitzer, Schulinformationen Paderborn, 3.Nr., 46. Jahrgang, 2012)

Christliche Werteerziehung und Befähigung der Schüler zu sozialer Kompetenz gehören zu unserem
pädagogischen Gesamtkonzept. Hierdurch soll in besonderem Maße die Persönlichkeitsentwicklung
unserer Schüler gefördert werden. Besonders wichtig ist uns ein respektvoller, toleranter,
hilfsbereiter, friedvoller und höflicher Umgang miteinander, den wir auch vorleben.

„Werteerziehung findet – zumindest mittelbar – ununterbrochen statt: im regulären Unterricht wie
auch in Projekten oder außerschulischen Aktivitäten. Werteerziehung setzt den weitgehenden Konsens
mit den Eltern voraus.“ (aus: Schule NRW 11/10)


Presseartikel: Grundschule spendet

Bildergalerie: Menschenkette zum Gedenken an die Opfer in Japan

Um dieses zu erreichen, formulieren wir folgende Leitkategorien:

Kooperationsfähigkeit
z.B. jemandem zuhören, auf Mitschüler eingehen, gesprächsbereit sein, sich mit anderen freuen, aber
auch traurig sein können, helfen und Hilfe annehmen, gemeinsam spielen, Spielregeln einhalten, mit
Partnern und in der Gruppe zur Zusammenarbeit bereit sein, sich jemandem aktiv zuwenden

Umgang mit Konflikten und Kritik
z.B. Argumente anerkennen, kompromissbereit sein, nachgeben können, nach Diskussionen,
Entscheidungen akzeptieren, bei Notwendigkeit Einschränkungen ertragen lernen, etwas ablehnen
können, eigene Meinung auch gegen Mehrheiten vertreten können, eigenes Verhalten kontrollieren,
angstfrei Wünsche äußern, Rücksicht nehmen, sich durchsetzen und sich zurücknehmen können, sich
in andere hineinversetzen (Empathie); Streit ohne körperliche Auseinandersetzung beilegen

Verlässlichkeit
z.B. pünktlich sein, Aufträge ausführen können, sich an Vereinbarungen halten, übernommene Aufgaben
durchhalten, Verantwortung übernehmen, Informationen richtig weitergeben, Regeln aufstellen und sich
daran halten, Arbeitsmaterial nicht vergessen, hilfsbereit sein, verantwortungsbewusst gegenüber
fremden und eigenen Sachen sein

Selbstständigkeit
z.B. planvoll vorgehen, Anregungen aufnehmen und umsetzen, nicht ständig auf Hilfe anderer
angewiesen sein, sich selbst Wissen und Fertigkeiten aneignen, sich selbst Ziele setzen, seine
Ergebnisse selbst kontrollieren, Informationen einholen, entscheidungsfähig sein 

Leistungsbereitschaft
z.B. nicht auf Druck von außen angewiesen zu sein, sich anstrengen, sich nicht entmutigen lassen,
über längere Zeit ausdauernd und konzentriert arbeiten, sich mit Lernwiderständen beharrlich
auseinandersetzen

Produktivität und Zielorientiertheit
z.B. Initiative und Eigenaktivität entwickeln, Veränderungen planen, kreativ sein, alternative
Lösungswege finden und begründen, im Rahmen von Entscheidungsmöglichkeiten mitbestimmen,
Interessen und Wünsche anderer wahrnehmen und sie gemeinsam vertreten, sich zur Verteidigung
Schwächerer gegen Ungleichheit und Benachteiligung solidarisieren, wissen, dass man gemeinsam
etwas erreichen kann

Diese Leitkategorien spielen wie oben ausgeführt im Unterrichtsalltag täglich eine Rolle und werden an unserer Schule außerdem noch durch weitere Elemente verstärkt:

  • das Vereinbaren und Einhalten unserer „Drei goldenen Regeln“:
    1. Ich verhalte mich meinen Mitschülern und Lehrern gegenüber höflich, freundlich und hilfsbereit.
    2. Ich gehe leise, langsam und friedlich über den Flur.
    3. Ich gehe sorgsam mit allen Sachen um.
  • die vereinbarten Klassen- und Pausenregeln
  • den Einsatz der Verhaltensampel
  • die verantwortungsbewusste Ausübung der Klassendienste
  • die Wahl eines Klassensprechers/ einer Klassensprecherin
  • die regelmäßigen Klassensprecherkonferenzen
  • die Beteiligung an der Schulhofgestaltung und -pflege
  • das gemeinsame Vorbereiten und Feiern christlicher Feste: z. B. das Martins singen, Nikolaus- und Weihnachtsfeiern, Fasten- und  Adventsgottesdienste
  • das Solidarisieren mit den Kindern aller Welt, mit Kindern in Armut und mit Notleidenden; etwa durch die Beteiligung an miseror oder an besonderen  Aktionen, die das aktuelle Weltgeschehen aufgreifen (wie z. B. eine Menschenkette in Gedenken an die Opfer des Tsunamis in Japan oder die Spendenaktion für Myriam)